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Teile des Zielfernrohrs: das Objektiv

Wikipedia sagt „Ein Objektiv ist ein sammelndes optisches System, das eine reelle optische Abbildung eines Gegenstandes (Objektes) erzeugt.“
Das muss man erst zweimal lesen, um es einmal zu verstehen sagte unsere Tochter. Also mal etwas einfacher ausgedrückt: der vordere Teil des Zielfernrohrs! Die große Linse, durch die das Licht einfällt, das im Inneren über ein ausgefuchstes System aus Feinmechanik, Prismen, Blenden und optischen Linsen.

Alte Bergbauernregel: „Je größer´s Fenster, je mehr Licht kommt in die Stuben!“
Stimmt. Auch beim Zielfernrohr gilt: je größer der Objektivdurchmesser, desto mehr Licht kann einfallen, einfache Physik eben. Natürlich kommen noch weitere Werte zusammen wie Vergütung damit zusammenhängend die Lichttransmission. 

Die Größe des Bildes wird von der Brennweite  der Linse und dem Abstand  zwischen Gegenstand und Linse bestimmt. Als Näherung gilt, dass Gegenstände, die optisch „im Unendlichen“ liegen (als Faustformel: Entfernungen größer als das 20-fache der Brennweite), direkt in der Fokalebene des Objektivs abgebildet werden, die auch seinen Brennpunkt (Fokus) enthält. Näher gelegene Objekte bilden sich erst etwas nach dem Brennpunkt ab, wobei sich diese Bildweite vereinfacht aus der Entfernung (Gegenstandsweite) ergibt. Ebenso wie das Objekt ist das erzeugte Bild dreidimensional. Es kann aber nur in einer Ebene, der Bildebene, betrachtet werden und erfordert daher – je nach Entfernung des Zieles – eine Scharfeinstellung.