Büchsenpatronen

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Büchsenpatronen – was ist das eigentlich? Kurze Einführung:

Jagd-Büchsenpatronen sind eine spezielle Art von Munition, die für die Jagd auf Wildtiere verwendet wird. Es ist eine speziell entwickelte Patrone, die eine größere Energie entwickeln und eine weitere Flugbahn haben kann, als andere Arten von Patronen. Daraus resultiert auch, gegenüber Sport- oder Militärmunition, ein deutlich höherer Preis pro Schuss. Diese (und nur diese!) höherwertigen Patronen werden von uns Jägern verwendet, um Tiere aus größerer Entfernung sekundenschnell und waidgerecht zu erlegen. Die Jagdpatronen sind in der Regel auch aus höherwertigem Material hergestellt, um sie robust und langlebig zu machen, da Jagd-Patronen gerne günstig in größerer Menge eingekauft werden, um sie dann teilweise über Jahre hinweg zu verbrauchen – die eine oder andere Schachtel von Munition ging auch schon mal in die Erbmasse über…

Büchsenpatronen bestehen in der Regel aus einer Metallhülse, einem Zündhütchen oder Primer, einer Treibladung und einem Geschoss.

Hülse:

Die Hülse ist normalerweise aus Messing oder einem anderen unedlen Metall gefertigt. Oben in die Hülse, den Hülsenhals ist das Geschoss gedrückt. Hülsen von jagdlichen Büchsenpatronen haben eine Flaschenform, denn so kann der Pulverraum vergrößert werden, ohne dass das Durchmesser-Längen-Verhältnis der Hülse zu groß wird. Hätte man zu lange Hülsen bestünde die Gefahr, dass die Treibladung nicht vollständig durchzündet, während das Geschoss noch im Lauf beschleunigt wird, und zusätzlich unverbranntes Pulver aus dem Lauf ausgestoßen würde. Eine Ausnahme davon stellen z.B. die Randzünderpratronen dar, bei denen das Geschoss direkt in die zylindrische Hülse gedrückt wird. Randzünder haben auch kein eigenes Zündhütchen.

Zündhütchen:

Der Primer befindet sich in der Unterseite der Hülse exakt in der Patronenmitte und ist ein kleines Behältnis, das den Treibsatz enthält. Er wird durch einen Schlag des Schlagbolzens der Waffe auf den Boden aktiviert und löst so die Explosion des Treibsatzes aus.

Treibladung :

Diese Treibladung enthält ein Gemisch aus Chemikalien, die beim Abfeuern der Büchsenpatronen entzündet wird und die Energie liefert, die benötigt wird, um eine Kugel aus der Hülse zu beschleunigen. Früher aus einer Mischung aus Schwarzpulver, besteht diese bei den heutigen, modernen Waffen aus rauchschwachen Nitrozellulosepulvern (NC-Pulver) Man unterscheidet: einbasige Pulver (nur NC), zweibasige Pulver (NC und ein weiteres Treibmittel – meist Nitroglycerin) und mehrbasige Pulver [NC und zwei (selten mehr) weitere Treibmittel – z. B. Nitroglyzerin und Nitroguanidin].

Geschoss:

beim Jäger auch heute noch (fälschlicherweise 🙂 ) Kugel genannt. Wichtig sind Meterial (verbleit oder bleifrei), der Mantel (Überzug) wenn vorhanden, das Gewicht und vor allem die Form. Das Gewicht wird bei uns gemessen in  Gramm, im englischsprachigen Raum in Grs – grain. Grain bezieht sich auf das Gewicht einer einzelnen Kugel in Büchsenpatronen. In der Regel werden Gewichte in Grains (grain = 1/7000 Pfund) gemessen.

Erwerbsberechtigung (EWB):

Der Jäger in Deutschland benötigt für den Erwerb von Langwaffenmunition seinen Jagdschein. Ohne EWB kann in DL niemand Munition kaufen bzw. (waffenrechtlich) erwerben.